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Gesundheitskarte - Handy oder SIM? PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 17. Januar 2007
Electronic Ticketing: Handy oder Chipkarte?

Bedeutet das Handy-Ticketing das "Aus" für die Chipkarte im Öffentlichen Personenverkehr (ÖPV)? Für solche Fragen scheint ausgerechnet ein Chipkarten-Kongress nicht der rechte Ort sein, Wolfgang Schlüter von T-Systems stellte sie am heutigen Mittwoch Nachmittag auf dem Branchentreff omnicard in Berlin trotzdem. Seiner Ansicht nach haben sich Chipkarten als Fahrscheinersatz in Deutschland immer noch nicht flächendeckend durchgesetzt, weil es bislang an überzeugenden Geschäftsmodellen fehlte. So habe die Deregulierung und Abtrennung der Nahverkehrsbetriebe von den Stadtwerken die finanzielle Situation der Verkehrsunternehmen erheblich verschlechtert, die größere Investitionen nicht mehr zulässt. Mit Einsparungen lässt sich der Aufbau der entsprechenden Infrastruktur wirtschaftlich jedoch kaum rechtfertigen. In welchem Umfang die elektronische Fahrgelderfassung den auf zwei bis drei Prozent geschätzten Schwarzfahreranteil tatsächlich verringern würde, dafür gibt es keine belastbaren Zahlen. ...

und weiter unter der Quelle [Heise.de]

Bemerkung: Stellt Herr Wolfgang Schlüters die richtigen Fragen? Ja.
Es wird von Wirtschaftlichkeit gesprochen. Jetzt nach dem die SIM- Hype vorbei ist.
Welchen Bezug kann man dann zur geplanten Einführung der eGK nehmen?
Sicher, der Point-of-no-Return ist erreicht. Allerdings, warum nicht Alternativen zulassen. Alternativen, die uns später in eine andere wirtschaftliche Zone führen können, als die durch die eGK generell aufgezeigte. Nachdenkenswert wären doch >> SIM für Non-Techniker unter den Best Agern und Handy-Hype integrierte eGK für Youngster.
Ein zusätzlicher SpeicherChip wird doch bereits den Handys zugesteckt. Schön zu gebrauchen mit 512 MB und mehr in dem neuen SonyEricsson K800i. Datenspeicherung? Kein Problem. Datenaustausch und Dateneinsicht und Verfügbarkeit im Notfall? Auch nicht. Das Handy ließe sich ganz einfach über ein Feldstärkedetektor bei einem Unfall orten lassen - jedoch wo hat Unfallpatient seine nomalen Ausweise hinterlegt, hat er sie überhaupt mit und damit die eGK?

Sicherheitsexperten würden bestimmt zulässige Speichertechniken bei Handygebrauch definieren können. Das Handy entwickelt sich nicht nur durch das IPhone rasant. Wo wird diese Innovationsdynamik bei der SIM eGK hinlaufen?
Lassen wir doch wenigstens in einer Testregion das Handy im Spiel. Das sogenannte eRezept benötigt nicht unbedingt eine eGK. Vorschläge zur Einführung einer eRezept-ID gibt es in dem Portal. Beantragen wir gemeinsam ein Projekt!

ergänzend siehe auch
[1] Lerneffekt - riskanter Umgang mit Geschäftsinformationen im Handy
[2] Entwicklungsland Deutschland beim ePayment
[3] Anfang - Ausbildung am und mit dem Handy
[4] Verbreitung der Akzeptanz von Handies (02.03.07)
Der Kunde im Gesundheitswesen hat das Terminal somit immer bei sich. Auch Gemeindeschwestern. Nicht die Karten sind die Grundinvestition. Die Grundinvestition besteht in den nicht flexibel verfügbaren neuen und teuren Terminals in der Apotheke,für Gemeindeschwester und insbesondere für den Landarzt - quasi als Ersatz zum Handybildschirm mit Tastatur.

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